Die Geschichte des Zukunftsfilms
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Der Filmwissenschaftler Dr. Kay Hoffmann (Haus des Dokumentarfilms) führte in seinem Vortrag aus, wie der Film zur Zukunft kam. Dabei legte er den Schwerpunkt auf den Dokumentarfilm. Sie können den Vortrag komplett als Pdf herunterladen sowie als Podcast (Audiodatei) anhören.
Audiomitschnitt dieses Vortrags
Die Frage der Zukunft beschäftigt die Menschheit seit Anbeginn. So sah der Philosoph Aristoteles in der Antike die Perspektiven Griechenlands sehr düster: „Ich habe überhaupt keine Hoffnung mehr in die Zukunft unseres Landes, wenn einmal unsere Jugend die Männer von morgen stellt. Unsere Jugend ist unerträglich, unverantwortlich und entsetzlich anzusehen.“ Ein klassischer Fall von Generationenkonflikt und der Behauptung, früher sei alles besser gewesen. Ich möchte ins Thema einführen und werde zeigen, dass sich der dokumentarische Film ebenfalls schon sehr lange mit Zukunftsvisionen beschäftigt.
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Der Kompilationsfilm „Fröhliche Zukunft“ von Manfred Breuersbrock, Wolfgang Dresler und Dieter Fietzke hat dazu eben einige treffende Beispiele geliefert. Wichtige Themen wie technischer Fortschritt, Atomkraft, Roboter oder Raumfahrt und die Eroberung neuer Welten wurde in den Filmausschnitten angesprochen. Das Material stammt häufig aus Wochenschauen, die uns skurrile Erfindungen und Erfinder präsentieren und dies mit reißerischem Kommentar zur Zukunft erklären.
Eine weitere Quelle der Kompilation sind Werbe- und Imagefilme der Industrie – vor allem der amerikanischen – die uns die Zukunft des Verkehrs oder der automatisierten Küche und Haushalte verkünden. Und es gab einige Beispiele aus Kultur- und Dokumentarfilmen, die sich mit zukünftigen Entwicklungen beschäftigen. In verschiedenen Jahrzehnten interessierten unterschiedliche Themen von der Raumfahrt, über die Städteplanung, technischer Fortschrittsgläubigkeit über Fragen der staatlichen Kontrolle bis hin zu Klima und Ökologie und dem demografischen Wandel einer Gesellschaft.

Im Spielfilmbereich sind Science Fiction Filme ein festes Genre seit Beginn der Filmgeschichte. Man denke beispielsweise an den Film „Die Reise zum Mond“ des französichen Filmpioniers Georges Méliès aus dem Jahre 1902, der bereits aufwändig inszeniert wurde und sehr erfolgreich im Kino lief. Ideengeber war Jules Verne, dessen Romane viele weitere Science Fiction Filme inspirierten. Im Gegensatz zum fiktiven Film haben die Dokumentarfilme, die sich mit Zukunft beschäftigen, selten Budgets, um künftige Welten zu schaffen.